Bewerberinfos

Ansprechpartner für die berufliche Fachrichtung Medientechnik

Studienkoordinator
Dr. Thomas Hägele
Tel.: 040/42878-3714
E-Mail: haegele@tuhh.de
Besucheranschrift: Am Irrgarten 3-9, Raum 223

Informationen und Voraussetzungen zur Zulassung

Für die Zulassung zum Bachelorstudium ist neben den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen der Universität Hamburg eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein zwölfmonatiges Berufspraktikum in einem zur beruflichen Fachrichtung passenden Ausbildungsberuf nachzuweisen. Das Praktikum kann auch während des Bachelorstudiums geleistet werden!


Quereinstieg

Für Studieninteressierte, die bereits ein einschlägiges fachwissenschaftliches Studium absolviert haben (z. B. zum Diplom-Ingenieur) besteht die Möglichkeit, Leistungen des Erststudiums auf das Bachelorstudium anerkennen zu lassen. Außerhalb des Hochschulsystems erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten können nach Absprache zu einem Teil auf das Bachelorstudium angerechnet werden. Anerkennungen können nur individuell vorgenommen werden und müssen beantragt werden.


Aufbau des Studiums

Das Gewerbelehramtsstudium an der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg gliedert sich in ein sechssemestriges Bachelor-, und ein viersemestriges Masterstudium, in denen jeweils drei Fächer studiert werden. Neben der beruflichen Fachrichtung wird das Fach Erziehungswissenschaft, zu dem auch die Fachdidaktik zählt, sowie ein allgemeinbildendes Unterrichtsfach studiert.

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Weitere Informationen sind den Fachspezifischen Bestimmungen zu entnehmen.
Hinweis


Studieninhalte

Zur Förderung der Kompetenzen künftiger Berufspädagogen, insbesondere in den bildungs-, arbeits-, und technikbezogenen Dimensionen, enthält die Struktur des Studienganges neben der Möglichkeit der Vertiefung in Studienschwerpunkten auch Querschnittsinhalte in zentralen Bereichen, denen eine grundlegende, fachrichtungsübergreifende oder berufsfeldbreite Bedeutung zukommt.

Das Bachelorstudium der beruflichen Fachrichtung Medientechnik gliedert sich hierbei in zwei wesentliche Bereiche:
T1: Mathematisch-naturwissenschaftliche, technisch-ökonomische und arbeitswissenschaftliche Inhalte der beruflichen Fachrichtung (interdisziplinäre Querschnittsinhalte)
T2: Technik und berufliche Arbeit in den Schwerpunkten:

  • Digital- und Printmedien
  • Audiovisuelle Medien
  • Veranstaltungstechnik
  • Informations- und Kommunikationssysteme
Studienplanempfehlung

Studienplanempfehlung Bachelor Medientechnik
Studienplanempfehlung Master Medientechnik


Schwerpunkte

Im Bachelorstudium werden drei der vier Vertiefungsschwerpunkte nach T2 zunächst alle studiert, während im Masterstudium eine Vertiefung in zwei Schwerpunkten erfolgt. Die vier Schwerpunkte gestalten sich inhaltlich wie folgt aus:

I. Digital- und Printmedien

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Durch die Umstellung auf digitale Verfahren großer Teile innerhalb des Druckprozesses sind neue Möglichkeiten der Medienproduktion und mit ihnen neue Kundenanforderungen und zahlreiche neue Geschäftsfelder entstanden. Die Druckindustrie ist nicht mehr ausschließlich auf Druckprodukte festgelegt, sondern versteht sich als Dienstleister rund um gedruckte und digitale Medien.
Neben der Druckindustrie erweiterten aber auch Agenturen für neue Medien ihr Angebot, indem sie die digitale Erstellung von Vorlagen für Druckprodukte in ihr Portfolio aufnehmen konnten. Diese "crossmediale" strategische Ausrichtung bedeutet, dass die Druck- und Medienindustrie aus ihren Datenbeständen heraus die unterschiedlichsten Medien produzieren kann: klassische Druckprodukte, aber auch Internet-Auftritte oder CD-ROMs.
Das Arbeitsgebiet im Bereich der Digital- und Printmedien umfasst die produktbezogene Kundenberatung, die Gestaltung von Medien und Aufbereitung von Daten sowie deren technische Weiterverarbeitung, mit dem Ziel, Medienprodukte zu realisieren. Dabei planen sie Projekte und entwerfen Produkte selbstständig und im Team. Die Schwerpunkte der Tätigkeit liegen im kaufmännisch-organisierenden (Medienberatung), im gestalterischen (Mediendesign) oder im technisch-realisierenden und -ausgabeorientierten Bereich (Medienoperating / Medientechnik). Berufliche Tätigkeitsfelder finden sich beispielsweise in Werbe- und Multimediaagenturen, bei Medienconsultingunternehmen, Medienherstellern, Verlagen, oder bei Unternehmen der Medienvorstufe.
Im Schwerpunkt Digital- und Printmedien werden folgende Inhalte behandelt:

  • Medienberatung: Umsetzungs- und gestaltungsorientierte Beratung sowie Kalkulation und Controlling von Medienprojekten.
  • Mediendesign: Entwicklung von Gestaltungskonzeptionen, rechnergestützte Gestaltung von Text, Bild, Grafik, Bewegtbild und Ton für Print und multimediale Produkte.
  • Medienoperating / Medientechnik: Eingabe, Aufbereitung und Ausgabe von Daten für unterschiedliche analoge und digitale Medienprodukte unter Nutzung moderner Kom-munikationstechnik.
II. Audiovisuelle Medien

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Das berufliche Handlungssystem im Bereich der audiovisuellen Medien ist auf die elektronische Produktion von Video- und Tonmedien ausgerichtet. Neben technischen Qualifikationen werden auch gestalterische und herstellungsorganisatorische Qualifikationen verlangt.
Im Schwerpunkt audiovisuelle Medien werden folgende Inhalte behandelt:

  • Beratung bei der Gestaltung und Planung von Medienproduktionen sowie der Vorbereitung einer Produktion,
  • Auswahl und Einrichtung der notwendigen Geräte,
  • Sichtung und Prüfung von Aufzeichnungen, Recherche und Zusammenstellung von Bild- und Tonmaterial
  • Ausführung von Norm- und Formatwandlungen, Durchführung von Ton und Bildaufnahmen, Bearbeitung, Mischung und Schnitt von Bild, Sprache und Musik
III. Veranstaltungstechnik

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Der Tätigkeitsbereich in der Veranstaltungstechnik besteht darin, bei Bühnen- und Open-Air-Veranstaltungen, Film- und Fernsehproduktionen, Konferenzen, Kongressen, Konzerten, Messen und Produktpräsentationen technische, organisatorische und gestalterische Dienstleistungen zu realisieren. Das Arbeitsgebiet der Veranstaltungstechniker umfasst die Entwicklung von Veranstaltungskonzepten nach Kundenwünschen, den Aufbau und die Einrichtung technischer Einrichtungen wie Beleuchtungs-, Projektions- und Beschallungsanlagen und die Bedienung der technischen Anlage während der Veranstaltung. Im Schwerpunkt Veranstaltungstechnik werden folgende Inhalte behandelt:

  • Konzeption und Kalkulation von Veranstaltungen; Planung der Arbeitsabläufe; Beurteilen der Infrastruktur von Veranstaltungsstätten
  • Bereitstellen, Aufbauen, Einrichten, Prüfen von Beleuchtungs- und Projektionsanlagen und von Beschallungsanlagen; Aufstellen und Montieren von technischen Veranstaltungsaufbauten
  • Bedienen von bühnen- und szenentechnischen Einrichtungen, Aufnehmen und Übertragen von Bild-, Ton- und anderen Daten
IV. Informations- und Kommunikationssysteme

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Analyse, Gestaltung und Bewertung von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik und der damit zusammenhängenden Arbeitsprozesse

  • Anwendungsentwicklung, Konfiguration und Integration von Soft- und Hardwarekomponenten
  • Installation und Systempflege von Informations- und Kommunikationsanlagen (Arbeitsplatzrechner, Server, Peripherie, Hardware und Software)
  • Auslegen, Installieren und Instandhalten von Kommunikationsanlagen (Telekommunikationsanlagen)
  • Auslegen, Installieren und Instandhalten von Kommunikationsnetzen (Computernetze, Telekommunikationsnetze, Funknetze etc.) inkl. deren Weitverkehrsverbindungen
  • Entwicklung branchenspezifischer IT-Lösungen.

Studienziel und -ausrichtung

Ziele des Studiums der beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik-Informationstechnik sind Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Evaluation von Lernsituationen in den unterschiedlichen Institutionen und Lernorten der beruflichen Bildung. Dies geschieht durch die Vermittlung fundierter Kenntnisse und grundlegender Kompetenzen in drei zentralen, aufeinander bezogenen Bereichen:

1. Technik als Gegenstand von Arbeits- und Lernprozessen der gewerblich-technischen Fachwissenschaft
  • Grundlegende Theorien und Methoden sowie berufsfeldbreites Querschnittswissen
  • Vertiefung in Schwerpunkten des jeweiligen Berufsfeldes sowie deren technischen, ökonomischen und arbeitswissenschaftlichen Wechselwirkungen in Bezug auf Systeme, Elemente, Werkzeuge, Werkstücke und Produkte
  • Analyse, Gestaltung und Bewertung von technischen Prozessen, Prozessumgebungen und Kompetenzentwicklung.
2. Berufliche Arbeitsprozesse
  • in der berufsförmig organisierten Arbeit im Berufsfeld
  • im Wechselverhältnis von Betriebs-, Arbeitsorganisation und Technikeinsatz sowie der beruflichen Bildung und Qualifizierung.
3. Berufliche Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsprozesse
  • Systematisierung und Organisation von arbeitsbezogenem Fachwissen und seine Berücksichtigung in Curricula
  • Planung, Durchführung und Bewertung von Unterrichts-, Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.



Das Bachelorstudium hat vorrangig die technische Fachwissenschaft mit Bezug auf die berufliche Facharbeit zum Inhalt (Bereiche 1 und 2).
Das Masterstudium hat hingegen vorrangig die Analyse und Gestaltung berufsbezogener Bildungsprozesse und qualifizierender Arbeitsprozesse zum Ziel (Bereich 3).


Mögliche Fächerkombinationen

Die berufliche Fachrichtung Elektrotechnik-Informationstechnik kann mit den folgenden allgemeinbildenden Unterrichtsfächern kombiniert werden:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
  • Englisch
  • Evangelische Religion
  • Geschichte
  • Berufliche Informatik
  • Mathematik
  • Sozialwissenschaften (Politik, Soziologie und BWL)
  • Sport
  • Türkisch


Nicht bei allen Unterrichtsfächern ist ein reibungsloser Ablauf des Studiums gewährleistet. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Merkblatt der Universität Hamburg. Weitere Informationen sind der Prüfungsordnung zu entnehmen.
Hinweis


Bachelorabschluss

Sind alle Leistungspunkte des Bachelorstudiums erbracht, verleiht die Universität Hamburg den akademischen Grad eines Bachelor of Science (B.Sc.). Dieser Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines lehramtsbezogenen Masterstudiums in der im Bachelor studierten Fächerkombination. Zudem qualifiziert dieser Abschluss für fachwissenschaftlich akzentuierte Beschäftigungsfelder in der Wirtschaft im In- und Ausland mit berufspädagogischen, stark kommunikativ geprägten und/oder auf die Personalentwicklung bezogenen Anteilen.

Masterabschluss

Sind alle Leistungspunkte des Masterstudiums erbracht, verleiht die Universität Hamburg den akademischen Grad eines Master of Education (M.Ed.). Dieser Abschluss qualifiziert für die arbeitsprozess- und wissenschaftsorientierte Berufsschul- sowie die Aus- und Weiterbildungspraxis und berechtigt zum Eintritt in den 18-monatigen Vorbereitungsdienst in Hamburg oder einem anderen Bundesland.